Pfffffffff!!!!!
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Pfffffffff!!!!!
… wenn dann noch ein wenig Sonne scheint, ach ja…
Wer bist du?
Ich bin ein Mensch.
Ich bin ein Mensch der immer wenn es um ihn geht links in die nächste Ecke guckt weil ihm der Augenkontakt zu nahe geht.
Ich bin ein Mensch der die Farbe Grün mag.
Ich bin ein Mensch der —
Wer bist du?
Ich bin ein Mensch dem Musik total wichtig ist, der je nach Stimmung Musik hört sich aber auch von Musik stimmen läßt.
Ich bin ein Mensch der große Probleme mit Nähe zu anderen Menschen hat und trotzdem ganz viel davon braucht.
Ich bin ein Mensch dem keine Grenzen und kein Rahmen gesetzt worden sind und der sich deshalb selbst sehr enge Grenzen setzt und aus Unsicherheit Angst hat die Grenzen anderer Menschen zu überschreiten.
Ich bin ein Mensch der dazu neigt Schmerz zu verscherzen.
Ich bin ein Mensch der dazu neigt wegzudriften, in die Leere oder zu anderen Menschen weil ich mir selbst zu schwer falle.
Ich bin ein sensibler Mensch der dieses aber niemals zeigen kann.
Wer bist du?
—
Wer bist du?
Ich kümmere mich um andere oder stürze mich in mehr oder weniger sinnvolle Arbeit wenn ich Gefahr laufe mir selbst zu nahe zu kommen.
Ich bin ein Mensch der nicht weis ob er seinen Vater zur Begrüßung umarmen oder die Hand geben soll.
Ich bin ein Mensch der auf der Suche nach dem nächsten Kick viel zu häufig zu Drogen gegriffen hat.
Ich bin ein Mensch der vergisst zu Atmen wenn ihm etwas zu nahe geht.
Wer bist du?
Ich bin ein Mensch der viel raucht und dazu jede Menge Kaffee trinkt.
Ich bin ein Mensch der sich nicht leiden kann wenn es mir schlecht geht.
Ich neige dazu —
Wer bist du?
Ich bin ein Mensch der es nicht schafft auf ein großes weißes Blatt Papier „ICH“ zu schreiben weil sich alles in mir dagegen streubt.
Ich neige dazu Dinge die in meinem Kopf rumgeistern zu Papier zu bringen und dann zu verdrängen.
Ich liebe die Dunkelheit weil ich mich in ihr so gut verstecken kann.
Ich bin ein Mensch der sich in großen Menschenmassen wohl fühlt.
Ich liebe Konzerte.
Ich bin ein Mensch —
Wer bist du?
Ich —
Wer bist du?
Ich bin ein Mensch der mittlerweile weis das er nach einem Tief auch wieder ein Hoch erlebt, das es viele Dinge, meist die kleinen, gibt die das Leben lebenswert machen.
Ich bin ein Mensch der für die Anderen funktioniert um dann wenn er zu sich kommt zusammen zu brechen.
Ich bin ein Mensch der sich in viel zu vielen Beziehungen selbt verloren und irgendwann aufgegeben hat.
Ich bin ein Mensch der wenn er jemanden gefunden hat soviel Angst vor Verlust hat das er —
Wer bist du?
— das er lieber alles auf den Tisch bringt um niemals — niemals wieder aus Unsicherheit herraus sich innerlich zu verabschieden und zum Eisklotz zu werden.
Wenn mir jemand wirklich weh tut kann ich versuchen was ich will, vergeben oder vergessen kann ich nicht höchstens verdrängen und damit auch meine Gefühle. Vertrauen ist etwas das, einmal dagewesen und dann zerstört, nicht wieder aufgebaut werden kann.
Ich bin ein Mensch der Wasser liebt.
Ich bin ein Mensch der mit sich alleine selten was anzufangen weis.
Ich liebe es im Auto zu sitzen, Sonnenstrahlen auf der Haut, Sonnenbrille auf der Nase und laute Musik in den Ohren, und dann durch die Gegend zu fahren.
Wer bist du?
Ich bin müde.
Versicherte Unsicherheit
Ferne Nähe
Zweisame Einsamkeit
Zweimal geteiltes Leid
Verborgene Gefühlsausbrüche
Geliebter Selbsthass
Zwischen den Worten Geschriebenes
Erwachsene Kindsköpfe
Verantwortliches Chaos
Kontroliertes Loslassen
Fremde Vertrautheit
Verzweifelte Hoffnung
Offensive Berührungsängste
Defensive Schamlosigkeit
Verschlossene Bereitschaft
Ängstliche Abenteuerlust
Rezessive Dominanz
Offene Intoleranz
Scheue Konfliktfreude
Logische Kreativität
Diktatorische Anarchie
Verlangte Unverbindlichkeit
Unverstandenes Nachvollziehen
Vorgeworfene Stärke
Konzentriertes Davondriften
… und jetzt fragt mich bitte nicht.
Paff! Da ist er, der Wunsch sich zu vergessen. Plötzlich kann ich nichts mehr mit den meisten Menschen und mir anfangen, Unruhe kommt auf, hey du bring mir nen paar Bier und Kurze, mach mal irgend ne abgefahrene Musik an, darf ruhig was dröhnendes sein. Ich weis das ich keine Alkoholabhängikeit habe, ich weis aber auch das ich sehr Drogen affin bin, irgend nen Psychiater meinte mal ich sei suchtgefährdet, recht hat er, falsch ist aber das ich reguläre Abhängigkeiten entwickle sondern eben eher dazu neige jede Art von geistigen Kick zu provozieren, der möglich ist.
Und endlich fange ich mal an darüber nachzudenken was es für alternativen gibt. Das ich mir nichts mehr wünsche als eine Frau an meiner Seite zu wissen habe ich irgendwo im Ansatz durchsickern lassen und meistens reicht es eben einfache Zweisamkeit zu fühlen und über solche Momente sogar noch schönes zu erleben aber irgendwann ist man immer alleine. Das schreiben kann helfen und sei es nur um zu lernen Gefühltes auszudrücken, manchmal reichtes zu erkennen was die Unruhe ausgelöst hat um sich dann wieder in der Lage zu sehen damit vernünftig umzugehen, Stichwort: Mustererkennung. Um es dann doch mal zu schreiben: Im Moment ist dies der einzige Grund warum überhaupt neue Beiträge auf diesem Blog erscheinen, ein Versuch mich Auszudrücken.
Ich schweife ab, Paff, das war das Thema. Meine schreibe Lust neigt sich gen Ende, ich geh eine rauchen. Irgendwann schreib ich vieleicht an dieser Stelle weiter.
Ist schon irgendwie seltsam, da laufe ich durch irgendwelche Flure, sitze auf irgendwelchen Bänken und lächele, lächele weil es mir gut geht, von Glücksgefühlen durchströmt. „Einen wunderschönen guten Morgen“ höre ich mich zu Menschen sagen die ich nicht kenne oder sonst nur mit einem gemurmelten „Hallo“ grüsse, laufe vor mich hin, beschwingter als sonst und weis nicht wohin mit meiner Freude. „Geniesse es einfach“ denke ich mir und trotzdem – ja was trotzdem?
…manchmal wäre ich gerne ein wenig mehr Schwammkopf.